Wenn der Ball kurz nach dem Treffmoment nach links wegdreht, ist in der Golfsprache von einem Hook die Rede. Ein solcher Ball ist in der Regel ein ungewolltes Schlagergebnis und die Folge eines fehlerhaften Schwungs. Das Gegenteil des Hooks ist der Slice.
Unter einem Hook ist eine besondere Flugkurve des Balles zu verstehen, die in Regel ungewollt zustande kommt und als ein Fehlschlag interpretiert wird. Bei einem Hook startet der Ball zuerst in der Mitte und verlässt dann nach etwa einem Drittel des Weges die Ziellinie, wobei er sich nach links wegdreht. Der Hook ist damit von einem Slice zu unterscheiden, der statt nach links nach rechts wegdreht. Bei Linkshändern verhält es sich umgekehrt: Hier dreht der Hook nach rechts weg.
Der Hook stellt deshalb ein Problem dar, da er dem Spieler in der Regel seinem Flugverlauf nach keinen Vorteil bietet. Statt einen Ball nach links wegdrehen zu lassen, kann stattdessen ein gerader Ball mit einer Zielausrichtung weiter links gespielt werden, der zudem leichter kontrollierbar ist als der Hook. Nur in Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass ein Hook absichtlich sinnvoll eingesetzt werden kann, etwa dann, wenn aufgrund der Lage eine sofortige Ausrichtung des Spielers nach links nicht möglich ist.
Weiterhin hat der Hook zumeist als Ergebnis eines schlechten Treffmoments auch einen eher zu flachen Verlauf und wird leicht das Opfer von Hindernissen wie Bäumen. In Extremfällen kann ein Hook dazu führen, dass der Ball das Loch auf der linken Seite verlässt und auf der Nachbarbahn landet. Besonders häufig ist der Hook in der Praxis gerade bei Anfängern aber gelegentlich auch bei professionellen Spieler beim Schlagen des Drivers zu beobachten.
Der Hook tritt häufig nicht alleine auf, sondern als eine Kombination von Hook, Push und Pull. Bei einem Pull startet der Ball bei einem Rechtshänder sofort nach dem Treffmoment nach links, bei einem Push nach rechts. Tritt der Hook als Pull-Hook auf, wird der Ball nicht gerade, sondern sofort nach links starten und dann weiter nach links drehen. Bei einem Push-Hook hingegen startet der Ball zuerst rechts und dreht dann nach links zurück. Die Flugkurve eines Push-Hooks ist jedoch nicht mit jener eines Draws zu verwechseln, der ebenfalls von rechts nach links fliegt: Der Draw ist deutlich schwächer ausgeprägt, lässt sich besser oder überhaupt kontrollieren und weist mehr Länge sowie eine höhere Flugbahn auf. Ein übertrieben ausgeführter Draw hat allerdings tatsächlich die Tendenz, in einen Hook beziehungsweise Push-Hook überzugehen.
Der Hook ist das Ergebnis eines bestimmten Schwungverlaufs. Er entsteht durch eine Schwungbahn von innen nach außen: Der Schläger ist zu Beginn der Schwungbewegung zu nahe am Körper und wird dann nach dem Treffmoment zu weit nach außen geschwungen. Auf diese Weise erhält der Ball jenen Drall, der zu einem Hook führt. Ebenfalls möglich ist es jedoch, dass der Spieler einen zu starken Griff hat, bei dem die linke Hand zu weit nach rechts gedreht ist. Auch ein geschlossener Stand kann für den Hook verantwortlich sein auch deshalb, weil der geschossene Stand häufig mit einem zu starken Griff auftritt: Bei diesem Stand wendet sich der Spieler vom Ziel ab und begünstigt so die Schwungban von innen nach außen.
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