Golf-Glossar Golfclub und Golfplatz

Stammvorgabe

· 2 Min. Lesezeit

ChristopheChristophe

Stammvorgabe und Clubvorgabe waren bis 2020 die deutschen Begriffe für das offiziell geführte Golf-Handicap. Seit Einführung des World Handicap Systems 2021 gibt es stattdessen den weltweit einheitlichen Handicap-Index. Die alten Begriffe begegnen einem aber weiterhin in Vereinssatzungen, Foren und älteren Ausweisen.

Was war die Stammvorgabe?

Die »DGV-Stammvorgabe« bezeichnete ein geführtes Handicap von 36,0 oder besser – also mit einer Nachkommastelle. Sie wurde vom Deutschen Golf Verband auf Basis der vorgabenwirksamen Turnier- und EDS-Runden fortgeschrieben.

Was war die Clubvorgabe?

Die »Clubvorgabe« war das Handicap im Bereich 37 bis 54 (die frühere Vorgabenklasse 6) und wurde vom Heimatclub vergeben. Mit der Platzreife war automatisch die Clubvorgabe 54 verbunden. Clubvorgaben waren immer ganzzahlig: Jeder Stableford-Nettopunkt über 36 verbesserte die Clubvorgabe in einer 18-Loch-Runde um 1. Eine einmal erreichte Clubvorgabe wurde nie wieder heraufgesetzt.

Was gilt heute?

  • Es gibt nur noch einen Wert: den Handicap-Index (bis 54,0, immer mit einer Nachkommastelle; sehr gute Spieler haben ein Plus-Handicap).
  • Keine Vorgabenklassen, keine Unterscheidung Stamm-/Clubvorgabe mehr.
  • Jedes Handicap kann sich verbessern. Automatisch verschlechtern kann es sich aber nur bis 26,5: Darüber steigt der Handicap-Index nicht (»26,5-Bremse«), es sei denn, der Spieler lässt die Bremse beim DGV dauerhaft aufheben.
  • Die auf einen konkreten Platz umgerechnete Zahl heißt Spielvorgabe.