Der Chipper ist eine Kombination aus Putter und Wedge und wird im Golf heute nur noch sehr selten angetroffen. Es sind gerade weniger erfahrene Spielern, die sich von einem solchen Schläger einen Vorteil erhoffen.
Der Chipper füllt im Golf die Lücke zwischen dem Putter und den Wedges und wird damit in einem Bereich unterhalb von 30 Metern eingesetzt; seiner Konstruktion nach setzt sich der Chipper sowohl aus Anteilen eines Putters als auch eines Wedges zusammen. Der Name stammt daher, dass dieser Schläger für Chips eingesetzt wird, bei denen gerade Amateure häufig Schwierigkeiten in der Ausführung haben. Im professionellen Golfsport ist diese Art von Schläger praktisch nicht anzutreffen, entsprechend wenige Hersteller führen diese Schlägerart in ihrem Sortiment.
Ein Chipper kann immer dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn ein Spieler Unsicherheiten bei der Ausführung eines Chips hat. Der Chipper kann wie ein Putter gehandhabt werden, bietet eine große Fehlerverzeihung und erlaubt damit ein kontrollierteres Spiel. Normalerweise werden Chips mit Schlägern wie den Wedges oder auch einem der mittleren Eisen wie dem Eisen 7 ausgeführt. Etwas längere Eisen kommen gerade dann zum Einsatz, wenn der Schlag ums Grün als Chip and Run mit sehr flacher Kurve und langem Ausrollen gespielt werden soll. Bei einem Schläger wie einem Eisen 7 besteht hier bei ungeübten Spielern die Gefahr, dass der Ball zu voll getroffen wird und über das Grün schießt. Ebenso möglich sind aber auch getoppte Bälle, die ebenfalls unkontrolliert auf das Grün rollen. Der Chipper gibt dem Spieler hier mehr Ausführungssicherheit.
Ein Chipper ist nicht nur für die Chips selbst, sondern auch für kleinere Annäherungen durchaus zu verwenden. Zudem wird hier nicht zwischen Damen- und Herren-Schlägern unterschieden, beide Geschlechter können den Schläger einsetzen. Weiterhin sind Chipper häufig sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite mit einer Schlagfläche versehen, so dass sie für Rechtshänder ebenso geeignet sind wie für Linkshänder.
Trotz dieser vielfältigen Verwendbarkeit raten die meisten Trainer von der Verwendung eines Chippers ab. Das liegt auch daran, dass der Chipper einen der 14 Plätze in einem Bag einnimmt und grundsätzlich keinen Schlag ausführen kann, der nicht auch mit einem Wedge, Eisen oder Putter realisierbar wäre. Gerade für gute Spieler, bei denen das Schlägermanagement eine wichtige Rolle spielt, ist der Chipper daher eigentlich keine Option.
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Ich sehe den Chipper als interessanten Schläger, der gerade bei Anfängern durchaus Sinn machen kann. Das kurze Spiel wird hierdurch deutlich weniger fehleranfällig und Frust rund ums Grün sollte der Vergangenheit angehören. Aufpassen sollte man bei den Chippern mit zwei Schlagflächen. Diese sind in Turnieren nicht zugelassen.
Was ist bei hartem und trockenem Boden? Der Chipper hat eine viel idealere Schlagfläche dafür als ein Eisen oder ein Wedge. Sollte der Chipper nicht für solche Fäller immer im Bag sein und dafür ein Eisen 4 oder das vierte Wedge den Platz räumen?
Tiger Woods hat ein Holz benutzt, um Annäherungschläge durchzuführen. Der Chipper hat eine Schlagfläche, die bei trockenem und hartem Boden viel idealer ist als ein Eisen oder ein Wedge. Dazu kommt die bessere Kontrolle, auch für gute Spieler ist das keine Schande. Sonst hätte Tiger Woods ja auch ein Wedge benutzt anstatt ein Holz ...
Hallo Kai-Uwe!
Der Unterschied ist, dass Du ein Holz auch noch für andere Schläge verwenden kannst. Ich selbst chippe auch regelmäßig mit einem Hybrid. Der Nachteil eines Chippers ist, dass die Einsatzmöglichkeiten sehr begrenzt sind. Wenn Du damit jedoch gut klar kommst, dann verwende ihn. Alles, was auf der Rund hilfreich ist, sollte auch genutzt werden.
Hi,
bei uns im Club wurde ich darauf hingewiesen, dass der Chipper angeblich ein nicht zugelassener Schläger sei und man bei der Verwendung im Turnier disqualifiziert wird. Dies sei eine Regelung der R&A vor ca. 2 Jahren. Ist das richtig?
Das kommt auf die Bauweise des Chippers an. Es gab einen Hersteller, der einen Chipper gebaut hat, der sowohl für Links- als auch Rechtshänder funktioniert hat – er hatte also zwei Schlagflächen (Vor- und Rückseite). Das ist nicht regelkonform und entsprechend nicht zugelassen. Wenn Du einen Chipper hast, der nur von einer Seite spielbar ist, gibt es nichts zu beanstanden.