Golfclub und Golfplatz

Boden in Ausbesserung

Im Golf ist eine Reihe von Hemmnissen zu unterscheiden, die den Golfer während der Runde am Weiterspielen hindern können. Eines dieser Hemmnisse ist der Boden in Ausbesserung.

boden-in-ausbesserungBoden in Ausbesserung: Definition

Das Bespielen eines Golfplatzes durch eine Vielzahl von Clubmitgliedern, Gästen und Turnierteilnehmern bringt es mit sich, dass der Boden teilweise immer wieder erneuert werden muss. Das ist zum Beispiel auf dem Abschlag der Fall, wo sich die Divots auf kleinem Raum schnell ansammeln, auf dem Fairway oder dort, wo sich durch besondere äußere Einflüsse Schäden ergeben haben. Die Greenkeeper stehen hier vor der Aufgabe, den Platz zu erneuern und die entsprechenden Rasenteile auszutauschen, wenn eine natürliche Regeneration nicht mehr möglich ist. Meistens werden solche Erneuerungen vorgenommen, indem auf den abgenutzten Flächen neuer Rasen ausgesät wird.

Entsprechende Stellen auf dem Boden, auf denen solche Erneuerungen vorzunehmen sind, werden im Golf als „Boden in Ausbesserung bezeichnet“. Von Boden in Ausbesserung ist zudem dann die Rede, wenn der Platzwart an einer Stelle Material anhäufen musste, um die Ausbesserungen durchführen zu können.

So lässt sich der Boden in Ausbesserung erkennen

Werden an einer Stelle des Bodens Ausbesserungen vorgenommen, werden die entsprechenden Bereiche vom Platzwart mit Pfählen oder Bändern in der Farbe Blau markiert. Hieran erkennen die Spieler, dass es sich nun um ein künstlich geschaffenes Hemmnis handelt, auf dem sie Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen. Landet der Ball in einer solchen Zone, darf der Ball aufgenommen und an anderer Stelle außerhalb des Hemmnisses gedroppt werden. Dem Spieler wird hierbei kein Strafschlag angerechnet. Zu beachten ist hierbei, dass der Ball im Rahmen dieses Free-Drops nicht näher an die Fahne gelegt werden darf, als es bei der Ausgangsposition im Hemmnis der Fall gewesen ist.

Eine Erleichterung ergibt sich für die Spieler nicht nur dann, wenn sich der Ball direkt in der markierten Zone befindet, sondern auch dann, wenn der Boden in Ausbesserung den Schwung beim Schlagen eines Balles außerhalb des Hemmnisses behindert.

Die gleichen Regeln wie für den Boden in Ausbesserung gelten auch für ungewöhnlich beschaffenen Boden. Ungewöhnlich beschaffener Boden umfasst zeitweiliges Wasser, Löcher, die von Tieren gegraben wurden und andere Hemmnisse, die sich auf eine natürliche Weise ergeben haben.

Platzregeln beachten!

Golfer müssen darauf achten, dass auf Boden in Ausbesserung in welcher Form auch immer nicht gespielt werden darf, sofern die Platzregeln dies bestimmen. Die markierte Zone befindet sich in der Regeneration und muss daher geschont werden, eine Berücksichtigung dieser Regel dient der langfristigen Erhaltung des Platzes.


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3 Kommentare

  1. Arnoi Leyh says:

    vom Boden in Ausbesserung darf aber sehrwohl gespielt werden (nach der ersten Regel im golf: spiele den Ball wie er siegt!) Wenn eine Platzregel erlassen wird, in der ausgesagt wird, dass man seinen Bell nicht spielen kann und gedropped werden muss ( z.B. bei Neuanplanzungen) so sollte sich das auf einzelne Bereiche beschränken und nicht generell für alle GURs ( ground under repair) gelten.

  2. Michael Klockau says:

    Frage:
    wenn innerhalb einer Schlägerlänge gedropped werden muß, wo beginnt diese Schlägerlänge? Bei der Balllage oder bei der Position der Füße?

  3. Wenn Du straflose Erleichterung in Anspruch nimmst, ist der Ball innerhalb einer Schlägerlänge von dort (Balllage) zu droppen, wo weder Balllage, Stand oder Schwung behindert werden. Hier findest Du mehr: https://golfstun.de/glossar/straflose-erleichterung/

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