Golf-Glossar Golfclub und Golfplatz

Boden in Ausbesserung

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ChristopheChristophe

Im Golf gibt es eine Reihe ungewöhnlicher Platzverhältnisse, die den Golfer während der Runde am Weiterspielen hindern können. Eines davon ist der Boden in Ausbesserung.

boden-in-ausbesserungBoden in Ausbesserung: Definition

Das Bespielen eines Golfplatzes durch eine Vielzahl von Clubmitgliedern, Gästen und Turnierteilnehmern bringt es mit sich, dass der Boden teilweise immer wieder erneuert werden muss. Das ist zum Beispiel auf dem Abschlag der Fall, wo sich die Divots auf kleinem Raum schnell ansammeln, auf dem Fairway oder dort, wo sich durch besondere äußere Einflüsse Schäden ergeben haben. Die Greenkeeper stehen hier vor der Aufgabe, den Platz zu erneuern und die entsprechenden Rasenteile auszutauschen, wenn eine natürliche Regeneration nicht mehr möglich ist. Meistens werden solche Erneuerungen vorgenommen, indem auf den abgenutzten Flächen neuer Rasen ausgesät wird.

Entsprechende Stellen auf dem Boden, auf denen solche Erneuerungen vorzunehmen sind, werden im Golf als "Boden in Ausbesserung" bezeichnet. Von Boden in Ausbesserung ist zudem dann die Rede, wenn der Platzwart an einer Stelle Material anhäufen musste, um die Ausbesserungen durchführen zu können.

So lässt sich der Boden in Ausbesserung erkennen

Werden an einer Stelle des Bodens Ausbesserungen vorgenommen, werden die entsprechenden Bereiche vom Platzwart mit Pfählen oder Bändern in der Farbe Blau markiert. Hieran erkennen die Spieler, dass es sich um Boden in Ausbesserung handelt, von dem sie Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen. Landet der Ball in einer solchen Zone, darf der Ball aufgenommen und außerhalb davon gedroppt werden. Dem Spieler wird hierbei kein Strafschlag angerechnet. Zu beachten ist hierbei, dass der Ball innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung gedroppt wird und nicht näher zur Fahne liegen darf als dieser Punkt (siehe Erleichterungsbereich).

Eine Erleichterung ergibt sich für die Spieler nicht nur dann, wenn sich der Ball direkt in der markierten Zone befindet, sondern auch dann, wenn der Boden in Ausbesserung den Stand oder den Schwung beim Schlagen eines Balles außerhalb davon behindert.

Die gleichen Regeln gelten für die anderen ungewöhnlichen Platzverhältnisse: zeitweiliges Wasser, Löcher, die von Tieren gegraben wurden, und unbewegliche Hemmnisse (Regel 16.1). Bis 2018 hießen Boden in Ausbesserung, zeitweiliges Wasser und Tierlöcher zusammen "ungewöhnlich beschaffener Boden".

Platzregeln beachten!

Golfer müssen darauf achten, dass auf Boden in Ausbesserung in welcher Form auch immer nicht gespielt werden darf, sofern die Platzregeln dies bestimmen. Die markierte Zone befindet sich in der Regeneration und muss daher geschont werden, eine Berücksichtigung dieser Regel dient der langfristigen Erhaltung des Platzes.