Das Kunstwort "aufteen" ist im Golfsport gebräuchlich und bezeichnet das Auflegen des Golfballs auf ein „Tee“ vor dem 1. Schlag (Abschlag) an einem der 9 oder 18 Löcher (Bahnen) eines Golfplatzes. Mit Tee ist in diesem Fall ein Stift aus Holz oder Plastik (max. Länge 10,16 cm) gemeint, der am unteren Ende spitz zuläuft und am oberen Ende eine kleine konkave Fläche aufweist, auf die der Ball gelegt wird. Das Tee wird vor dem Abschlag auf der dafür vorgesehenen Fläche ein paar Zentimeter tief senkrecht in die Erde gesteckt, um den darauf gelegten (aufgeteeten) Golfball halten zu können. Die vorgesehene Fläche für den Abschlag wird ebenfalls als „Tee“ bezeichnet. Beim anschließend erfolgenden Abschlag bleibt das Tee, das meist grelle Farben trägt, stecken, fliegt ein paar Meter in irgendeine Richtung oder es zerbricht. Nach dem Schlag wird es vom Spieler normalerweise wieder aufgenommen und am nächsten Abschlag wieder verwendet.
Das Aufteen des Balles ist ausschließlich beim Abschlag erlaubt, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Der Spieler kann den Ball auch direkt vom Boden spielen. Das Aufteen hat den Vorteil, dass der Abschlag erleichtert wird, weil sich der Ball ein paar Zentimeter über dem Boden befindet und beim Abschlag die Mitte der Schlägerfläche eines Drivers in etwa den Ball mittig treffen kann, ohne ein Stück Rasen (Divot) aus dem Boden schlagen zu müssen. Das Aufteen des Balles schont daher auch die Abschlagsfläche bei einem einigermaßen korrekt ausgeführten Schlag.
Da die für den Abschlag verwendeten Schlägerarten wie Driver, Hölzer oder Eisen verschieden große Schlagflächen aufweisen, wählt der Spieler für einen Abschlag mit dem Driver ein langes Tee und für einen Abschlag mit dem Eisen (z. B. bei kurzen Par 3 Löchern) ein kurzes Tee, da der Ball in diesem Fall nur ca. 1 cm hoch aufgeteet wird.
Wie hoch der Ball aufgeteet wird, kann für das Gelingen des Schlages entscheidend sein. Ein zu niedrig aufgeteeter Ball wird in der Regel „getoppt“, er wird zu hoch getroffen und bekommt einen Vorwärtsdrall (Topspin), so dass er unter Umständen nur ein paar Meter weit fliegt. Wenn der Ball zu hoch aufgeteet wird, besteht die Gefahr des Unterschlagens. Der Ball wird weit unten getroffen und bekommt eine sehr steile Flugkurve oder steigt sogar fast senkrecht hoch (Kerze).
Die Erfahrung wie hoch der Ball je nach gewähltem Schlägertyp aufgeteet werden sollte, kann sich der Spieler auf der Driving Range erarbeiten. Verschieden hohes Aufteen kann dort ausprobiert werden, um ein Gefühl für die richtige „Aufteehöhe“ für den jeweiligen Schlägertyp zu bekommen. Lange Tees, die für einen Abschlag mit dem Driver genutzt werden, tragen häufig Markierungen oder sogar Verdickungen und erleichtern es dem Spieler, eine konstante Höhe beim Aufteen zu erreichen.
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Hallo,
hat man beim Golf immer zwei unterschiedlich lange Tees dabei?
Reicht es nicht aus wenn man das lange Tee nur etwas tiefer in den Boden drückt oder gehen dann die Tees nur schneller kaputt?
Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
LG Dennis
Hi Dennis!
Das handhabt jeder anders. Der Nachteil von sehr langen Tees ist, dass Du sie bei Eisen-Abschlägen sehr weit in den Boden drücken musst. Wenn der Boden sehr hart ist, geht das mit kurzen Tees einfacher. Unterschiede bei der Haltbarkeit sind mir dabei zumindest noch nicht aufgefallen.
Liebe Grüße,
Christophe
Hallo Christophe,
warum bleibt bei den Pros im Fernsehen das Tee fast immer kerzengerade im Boden stecken, während es bei mir trotz verschieden ausprobierter Einsteck-Längen immer quer über die Abschlagszone fliegt ? (Betrifft also den Driver...)
Danke,
Gruß,
Manfred
Das könnte am Eintreffswinkel liegen. Bei den Pros ist er mit dem Driver meist deutlich positiv und selten von außen.
Danke !