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G-FLOP - Golfen in Flipflops

Christophe
Über den Autor
Christophe hat GOLFSTUN.DE in's Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.

Im Sommer oder im sonnigen Ausland kann eine Golfrunde die Schweißperlen auf die Stirn treiben - und nicht nur auf die Stirn ... Um den Füßen etwas Abkühlung zu verschaffen, hat Susan Schmelzer einen Flipflop speziell für Golfer entwickelt: Den G-FLOP. Sie erklärt, wie es sich in einem Flipflop golft und wie der G-FLOP vom Markt angenommen wird.

Susan Schmelzer, Gründerin G-FLOP

Susan Schmelzer hatte 2012 die Idee, einen Flipflop für Golfer zu designen. Ein Jahr später war der G-FLOP (http://g-flop.de) geboren und marktreif. Ihren Werdegang bezeichnet sie selbst als "nie gradlinig", verfolgt aber dennoch klare Ziele - am liebsten mit anderen zusammen im Team.

Als Geschäftsführerin der free2sport GmbH & Co KG und Designerin des G-FLOPs will sie Golf ein wenig entspannter gestalten. Mit dem Gewinn des New Golf Award 2015 wurde sie für ihre Innovationsfreude ausgezeichnet.

Susan Schmelzer

Susan Schmelzer

Susan, wie kommt man darauf, einen Flipflop für Golfer zu entwerfen?

Eigentlich adressiert der G-FLOP ein Problem, dass jeder Golfer kennt: heiße und weiße Füße. Am liebsten spielen wir alle Golf, wenn die Sonne scheint und es warm ist. Die Konsequenz daraus ist a) die klassische Golferbräune (eine weiße Hand, Arme und Beine jeweils teil-gebräunt und auf jeden Fall weiße Füße). Seitdem ich Golf spiele ist das etwas, was mich nervt; b) ist es doch in der Regel so, dass bei Wärme jeder gerne als erstes nach der Runde seine Schuhe auszieht und z.B. in offene Schuhe steigt, um es sich auf der Terrasse bei einem Kaltgetränk gemütlich zu machen.

Nachdem die Recherche im Golfmarkt eher ernüchternd ausgefallen ist, also leichte Golfschuhe entweder die Anmutung einer Trekkingsandale haben, oder aber eben nicht offen sind, habe ich das Thema kurzerhand selbst in die Hand genommen.

Mit einem Expertenteam aus der deutschen Schuhbranche habe ich den Schuh dann, Made in Germany, produziert und auf den Markt gebracht.

Der G-FLOP ©free2sport

Der G-FLOP ©free2sport

Und in einem Flipflop kann man gut golfen?

Da ich selbst Golferin bin, ist mir diese wohl meistgestellte Frage nicht neu.

Generell ist zu sagen, dass unsere Füße nicht mehr wirklich trainiert sind und wissen, wie man Halt erzeugt. Unsere "zivilisierten" Füße werden immer und überall von haltgebenden Schuhen umgeben.

Der G-FLOP bietet auf der einen Seite guten Halt, trainiert aber auch die Fuß- und Wadenmuskulatur.

Wir haben ein gutes Set-up zwischen entspannt und dennoch haltgebend gefunden. Das Fußbett ist ausgearbeitet und nicht - wie bei klassischen Zehentrennern - nur eine Lage geschäumten Materials. Jede G-FLOP Größe hat ihren eigenen Leisten, so dass ein gutes Passgefühl garantiert ist.

Weiterhin haben wir viel Wert darauf gelegt, dass das Fußbett einen Fußmarsch von mindestens einer Golfrunde ermöglicht, ohne, dass man die Spikes oder z.B. Steine auf den Wegen zwischen den Löchern spürt. Das Velourleder vermittelt ein angenehmes Tragegefühl und der eigentliche Riemen sitzt angenehm am Fuß. Alle golftypischen Bewegungen des Schwungs sowie des Laufens über den Platz sind bestens abgedeckt.

Klassische Golfspikes - oder als Alternative - Streetcaps machen den G-FLOP auf und neben den Fairways zu einem trendigen Begleiter. Der am jeweils rechten Schuh des Paares angebrachte Ballmarker dient als unverzichtbares Accessoire eines jeden Golfers auf dem Grün.

Viele fragen sich bestimmt: Ist das mit der Kleiderordnung aller Golfclubs vereinbar?

Natürlich habe ich mich im Vorfeld bezüglich der Kleiderordnung schlau gemacht. Bis auf wenige Clubs (wie sprechen hier von Deutschland), die sogar eine Sockenpflicht definiert haben, halten die Kleiderordnungen fest, dass es sich um einen Golfschuh mit Spikes oder Noppen handeln muss. Das erfüllt der G-FLOP.

Im übrigen sollten wir Länder wir die USA, Südafrika, Thailand etc. nicht vergessen, in denen die Kleiderordnung eine durchaus untergeordnetere Rolle spielt.

Du hattest Deine Idee in der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt, um Investoren zu überzeugen. Wie ist’s gelaufen?

Naja, das Ergebnis ist ja hinlänglich bekannt. Sony Pictures ist damals aufgrund des ISPO BRANDNEW Award Finalisten Status auf mich zugekommen und hat mich eingeladen, in der ersten Staffel dabei zu sein. Entgegen der vorherigen Beteuerungen (auf die ich hier nicht näher eingehen kann), war die Quintessenz, dass die "Löwen" ausschließlich auf schnelles Geld aus waren.

Klar, dass ein Nischenprodukt in einem Nischenmarkt hier keinen Deal machen würde. Als Mentor oder Sparringspartner und Netzwerker für ein Start-Up haben sich die Löwen nicht gesehen.

In der Golferszene haben sich viele über die Art und Weise aufgeregt, in der die Juroren agiert haben. Zwischen der Aufzeichnung und der Ausstrahlung hatte ich gute 6 Monate Zeit, mich damit abzufinden und wenn man ehrlich ist, ist ein solcher Hype auch schnell wieder vorbei und des Alltagsleben geht weiter.

Hat Dich diese Reaktion geärgert?

Natürlich ist es nicht schön, vor 2,2 Millionen Menschen eine Absage zu kassieren. Es war in der Tat die Folge, mit den meisten Zuschauern während der ersten Staffel.

Geärgert hat mich in der Tat, dass es eine sehr subjektive Entscheidung der Löwen war und ich mir eine etwas andere Art und Weise der Kommunikation gewünscht hätte.

Aber Du konntest auch Erfolge feiern. So hast Du zum Beispiel den „New Golf Award“ von Golf Post gewonnen. Eine Genugtuung?

Genugtuung? So will ich es nicht nennen. Ich bin sehr stolz darauf, dass nach bereits zwei Nominierungen (German Design Award Nominee und ISPO BRANDNEW Finalist) nun eine Trophäe in meinem Büro steht. Vor allem freut es mich, dass es ein Voting durch die Golfer gewesen ist. Es zeigt mir, dass das Produkt angenommen wird.

Wie zufrieden bist Du mit der Umsatzentwicklung des G-FLOP?

Ich bin auf einem guten Weg, auch wenn der natürlich bei einem etwas polarisierenden Produkt nicht so ganz geradlinig verläuft. In ein bis zwei Jahren werde ich dazu sicher mehr sagen können, denn ich denke, dass es grundsätzlich etwas Zeit benötigt, ein solch anderes Produkt am Markt zu etablieren.

Verschiedene Modell des G-FLOPs ©free2sport

Verschiedene Modell des G-FLOPs ©free2sport

Was waren hier die größten Hürden?

Ich heiße nicht adidas, Nike oder Footjoy - aber Scherz beiseite, natürlich ist es als One-Woman-Show etwas anderes, ein neues Produkt in den Markt zu bringen, als wenn man mehrere Millionen Marketingbudget aufwenden kann (als Beispiel dient hier z.B. der adizero)

Hier geht es eben etwas langsamer voran und benötigt viel persönliches Engagement, Präsenz bei Turnieren und Lifedemonstrationen. Aber inzwischen hat der G-FLOP bereits einen ordentlichen Bekanntheitsgrad erreicht, auf den ich sehr stolz bin.

Ansonsten ist auch die Produktion von Kleinstmengen - im Vergleich zu den oben genannten Herstellern - nicht immer einfach, denn die Schuhbranche und deren angeschlossenen Segmente sind in der Regel auf Massen ausgelegt. Glücklicherweise habe ich auch hier Lieferanten gefunden, die sich für die Idee des G-FLOP begeistern konnten und mich dabei unterstützen.

Welche Ziele möchtest Du mit dem G-FLOP noch erreichen?

Kurz- oder mittelfristig möchte ich gerne in den großen Sporthandelsketten (die Golfsportartikel führen) vertreten sein, um eine höhere Sichtbarkeit zu erreichen. Zudem möchte ich den europäischen Markt ins Visier nehmen, aber auch in den USA Distributoren für den G-FLOP begeistern.

Es gibt also noch viel zu tun!

Und die obligatorische letzte Frage: Wo spielst Du am liebsten Golf?

Eine Frage, die ich nicht mit dem einfachen Nennen eines Golfclubs oder Landes beantworten kann. Ich bezeichne mich als einen Golfvagabund, der sich trotz Vollmitgliedschaft quasi jedes Wochenende auf einem anderen Golfplatz tummelt.

Im Grunde findet man mich überall dort, wo ein Golfplatz mich mit seinem Charakter mitnimmt. Dazu gehört nicht nur die Art und Anlage des Platzes (Parkland, Links oder sonstiges), sondern vor allem die Stimmung, mit der ich als Gast empfangen werde.

Auf vielen Plätzen fühle ich mich inzwischen wie zu Hause, weil es mich im Laufe der Jahre schon häufig aus genau diesen Gründen dort hinzieht.

GOLFSTUN.DE dankt für das Gespräch!

Christophe

Christophe

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