Odyssey ist einer der großen Hersteller von Golfschlägern. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Fertigung von Puttern und hat gerade in diesem Bereich sowohl bei Profis als auch bei Amateuren ein großes Ansehen erlangen können. Das Unternehmen gehört zur Callaway-Gruppe (heute Topgolf Callaway Brands).
Im Golfsport nimmt der Putter als Schläger eine herausragende Stellung ein. Für viele Spieler handelt es sich hierbei um den persönlichsten Schläger, der möglichst genau den eigenen Anforderungen entsprechen muss. Um hier eine größere Vielfalt an Puttern anbieten zu können, so dass jeder Golfer wirklich ein für ihn geeignetes Modell findet, haben die Brüder Joel und Michael Magerman sowie ihr Vater Alan Magerman im Jahr 1990 Odyssey Sports in Carlsbad, CA in den USA gegründet. Das damals noch unabhängige Unternehmen spezialisierte sich auf ungewöhnliche und besonders vielfältige Putter-Designs und konnte sich so auch auf der Profi-Tour schnell einen Namen machen.
An der Gründung von Odyssey waren auch die Investoren Ted Aroney und Alan Fox sowie der Entwickler Jim Flood beteiligt. Letzterer sollte den technischen Input liefern, um innovative Putter-Modelle fertigen zu können. Odyssey nutzte dieses Wissen von Anfang an und führte mit Stronomic eine erste technische Neuerung in den Markt für Putter ein. Stronomic ist ein Markenname für das Material Urethan, das noch nie zuvor für die Herstellung von Puttern genutzt wurde. Der Markenname Stronomic ist von dem englischen Wort "astronomic" abgeleitet worden.
Der Firmenname Odyssey wiederum geht auf die Idee eines japanischen Geschäftsfreundes zurück, dem noch vor Gründung des Unternehmens Prototypen der neuen Schläger vorgeführt wurden. Er war der Meinung, dass ein solches Unternehmen eine wahre Odyssey sei.
Der Stronomic wird im Jahr 1991 auf den Markt gebracht und macht deutlich, dass Inserts auf der Schlagfläche Vorteile für das Spiel auf dem Grün mit sich bringen können. Bereits der Stronomic ist ein Mallet-Putter mit ausladender Rückseite, ein Design, für das Odyssey berühmt werden sollte.
Im Jahr 1994 folgt mit dem Dual Force ein Putter im klassischen Anser-Design, ebenfalls mit einem typischen Odyssey-Insert versehen – ein hochwertiger Bronze-Putter mit auffälligem schwarzen Insert. Erstmalig wird für die Fertigung des Schlägerkopfes ein patentiertes Fertigungsverfahren eingesetzt, bei dem ein noch weicheres Urethan in den Schlägerkopf eingesetzt werden kann.
1995 können Spieler mit einem Odyssey-Putter bei 26 Turnieren auf verschiedenen bedeutenden Golf-Touren einen ersten Platz belegen. Nur zwei Jahre später avanciert Odyssey zum erfolgreichsten Putter-Hersteller im Golf.
1999 führt Odyssey mit "Tri-Force" ein neuartiges Design des Putter-Bodens ein, das sicherstellen soll, dass der Putter in der Ansprechposition nicht verkantet wird. In den 2000er Jahren folgen Putter der Serie White Hot, bei denen das Augenmerk auf die Gewichtsverteilung des Schlägers gelegt wird.
Im Jahr 2003 erreichte Odyssey einen Marktanteil von 50 Prozent bei der Fertigung von Puttern. Phil Mickelson konnte 2005 mit einem Odyssey-Putter eine 59 spielen. Odyssey wurde 1997 an den Golfausrüster Callaway verkauft, der gemeinsam mit Acushnet und TaylorMade zu den umsatzstärksten Unternehmen der Branche zählt.
Die 2010er-Jahre-Modelle wie Versa und Metal-X Milled sind inzwischen nicht mehr im aktuellen Sortiment – die aktuellen Putter-Linien heißen Ai-ONE und Ai-DUAL (mit KI-gestützter Insert-Entwicklung, Nachfolger der White-Hot-Technologie), daneben die günstigeren DFX-Modelle (aktuell Modelljahr 2025) sowie die Tri-Hot- und Damascus-Milled-Serien. Damit setzt Odyssey seine Tradition als spezialisierter Putter-Hersteller bis heute fort.
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