Als eine der weltweit bekanntesten Modemarken zählt das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss. Das milliardenschwere Unternehmen ist in erster Linie für seine Kollektionen im Bereich der Herrenmode bekannt. Neben der klassischen Sparte der Geschäftskleidung bietet Hugo Boss unter dem Label Boss Green Kleidungsstücke speziell für den Golfsport an.
Mit über 170 aktiven Modellen die größte Kategorie.
Gegründet wurde der heutige Modeprimus 1924 vom deutschen Textilunternehmer Hugo Ferdinand Boss in der baden-württembergischen Stadt Metzingen. Hugo Boss stellte damals ausschließlich Berufskleidung her. Das Unternehmen etablierte sich und konnte expandieren. Mit dem politischen Erfolg der Nazis setzten sich auch immer mehr bekennende Nationalsozialisten in der Unternehmensleitung fest, was dazu beitrug, dass Hugo Boss vermehrt Aufträge vom Deutschen Staat bekam. Entgegen weitläufiger Vorstellungen war Hugo Boss nicht für das Design der SS- und Parteiuniformen verantwortlich, sondern stellte sie nach Vorgaben der jeweiligen Organisationen her (für die SS-Uniformen 1932 die Entwürfe von Karl Diebitsch und Walter Heck). Später kamen Aufträge von HJ und Wehrmacht hinzu; das rund 300 Mitarbeiter umfassende Unternehmen beschäftigte während der 1930er- und Kriegsjahre auch Zwangsarbeiter. Nach der Kapitulation wurde Hugo Boss im Entnazifizierungsprozess als "Mitläufer" kategorisiert. Mit dem Tod Hugo Ferdinand Boss' 1948 übernahm sein Schwiegersohn Eugen Holy das Geschäft; in dieser Zeit begann der Wandel zum heute vor allem für Herrenanzüge bekannten Modeunternehmen.
Mit der Einstellung des Österreichers Werner Baldessarini Mitte der 1970er-Jahre als Chefdesigner etablierte sich Hugo Boss zunehmend als international namhaftes Modeunternehmen. Der Börsengang folgte am 19. Dezember 1985. 1991 übernahm die italienische Marzotto-Gruppe das Unternehmen; danach folgten die Jugendlinie "Hugo" (1993), Damenmode (1997) sowie die Sportlinien "Boss Sports" (mittlerweile eingestellt) und "Boss Orange" (weiterhin im Programm). Mit der Kleidung der Sportsparte Boss Green soll ein lässig-cooles Understatement geschaffen werden – stilvolle Mode auch für den Golfplatz, auch wenn sich Hugo Boss auf dem Golfplatz bislang nicht so stark durchsetzen konnte wie in anderen Sparten.
2007 verkaufte die Marzotto-Gruppe das Unternehmen für 3,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Permira, der sich aber bereits 2015 wieder vollständig zurückzog. Die Marzotto-Familie selbst hält bis heute einen Anteil von rund 14 %, die britische Frasers Group (Mike Ashley) rund 25 %, der Rest befindet sich im Streubesitz. Seit 2021 führt Daniel Grieder als CEO das Unternehmen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen