Golfclub und Golfplatz

Vorgrün

Im Golf ist das Grün das Ziel, das mit möglichst wenigen Schlägen vom Tee erreicht werden muss. Das Grün setzt sich dabei aus zwei Teilen zusammen: Dem Grün an sich und einem umschließenden schmaleren Streifen, der als Vorgrün (engl. fringe) bezeichnet wird. Auf dem Vorgrün wird ebenso wie auf dem Grün selbst bereits zum Putter gegriffen, um den nächsten Schlag ausführen zu können.

Vorgrün © Ervin Monn - Fotolia.com

Vorgrün © Ervin Monn – Fotolia.com

Diese Bedeutung hat das Vorgrün als Bodentyp im Golfsport

Jedes Grün im Golf ist vollständig von einem Vorgrün umschlossen. Das Vorgrün hat dabei die Funktion, das Grün und das umliegende Rough beziehungsweise Fairway voneinander abzugrenzen, so dass sich zwischen diesen Teilen keine Berührungspunkte ergeben. Das Vorgrün nimmt dabei neben ästhetischen Gründen gerade bei den Annäherungsschlägen eine wichtige Funktion ein: Wird ein Ball zu lang und rollt zu weit aus oder wurde zu viel Spin auf den Ball gegeben, wird der Ball häufig vom Vorgrün daran gehindert, vom Grün auf das Fairway oder in das Rough zu rollen. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Vorgrün etwas höher geschnitten ist als das Grün und der Ball hier daher langsamer rollt.

Hierauf ist zu achten, wenn auf dem Vorgrün gespielt wird

Grundsätzlich wird beim Spiel vom Vorgrün aus zum Putter gegriffen, da die Rollcharakteristik des Balles sehr stark jener auf dem eigentlichen Grün ähnelt und die Distanzen bis zum Loch hier in der Regel nur noch sehr gering sind. Es kommt jedoch immer wieder in Ausnahmefällen zu Situationen, in denen die Spieler zum Beispiel einen Chip vom Vorgrün aus versuchen, weil aufgrund der Gegebenheiten des Grüns wie etwa der Ondulation hierdurch Vorteile zu erlangen sein könnten. So kann ein Chip zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn das Loch auf einem sehr großen Grün noch weit entfernt ist oder die Ansteigung bis zum Loch sehr hoch ist. Divot-Schläge sind auf dem Vorgrün jedoch nicht gerne gesehen, da hierdurch der empfindliche Rase beeinträchtigt würde.

Das Vorgrün stellt die Spieler zudem bei Chips vor die Frage, wie der Ball sich beim Auftreffen auf dem Vorgrün verhalten wird. Erfolgt ein Chip aus dem Rough, der auf dem Vorgrün aufkommen und von dort bis zum Loch ausrollen soll, muss der Spieler einschätzen, wie stark das Vorgrün den Ball abbremsen wird. Die Gefahr besteht hierbei darin, dass das Vorgrün verfehlt wird und der Ball nach dem Auftreffen auf dem eigentlichen Grün zu schnell wird. Ebenso ist es möglich, dass ein Chip, der eigentlich direkt auf das Grün gespielt werden sollte, zuerst auf dem Vorgrün aufkommt und dann zu kurz wird.

golfplatz

Hierauf ist in Hinblick auf die Regeln und die Etikette beim Vorgrün zu achten

Wird das Vorgrün mit einer Annäherung erreicht, darf der Spielern ebenso wie bei einem Schlag direkt auf das Grün den Flaggenstock bereits aus dem Loch nehmen. Auch bei der Ermittlung der greens in regulation (innerhalb der Vorgabe getroffene Grüns) ist darauf zu achten, dass ein Ball auf dem Vorgrün nicht als green in regulation gezählt werden kann. Zudem ist darauf zu achten, dass ein Ball auf dem Vorgrün anders als auf dem Grün nicht aufgenommen und gereinigt werden darf.


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2 Kommentare

  1. Sabine Keßeler says:

    Mich würde interressieren, ob ein Spieler der über das Vorgrün zum Loch Putten muss, und auf dieser Linie (Vorgrün) mit seinem Putter das gemähte Gras weg zieht. Was passiert dann?
    Um eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.
    MFG
    Keßeler Sabine

  2. Hallo,

    lose hinderliche Naturstoffe dürfen – ausgenommen Ball und lhN liegen im selben Hindernis- überall auf dem Platz straflos entfernt werden. Auf dem Vorgrün also auch. Es ist auch kein Verstoß gegen R16-1a, da die Puttlinie erst auf dem Grün beginnt (siehe Definition „Puttlinie“).

    Es passiert also – zumindest aus Regelsicht – nichts.

    Schönes Spiel!

    Torben – golf-rules.com

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