Mulligan

Ein Mulligan taucht in keinem offiziellen Regelwerk auf – und ist trotzdem jedem Golfer ein Begriff. Was dahinter steckt, woher der Name kommt und wann Du ihn einsetzen darfst (und wann nicht), erfährst Du hier.

Was ist ein Mulligan?

Ein Mulligan ist ein zweiter Abschlag ohne Strafschlag. Misslingt der erste Abschlag am Tee, darf der Spieler den Ball einfach nochmal schlagen – so als wäre der erste Versuch nie gewesen. Der ursprüngliche Ball ist damit aus dem Spiel, der neue Abschlag zählt.

Klingt verlockend – und das ist es auch. Genau deshalb hat der Mulligan in keinem offiziellen Regelwerk eine Grundlage. Bei Turnieren, vorgabewirksamen Runden oder allen Spielformen unter den Regeln des Golfs ist er schlicht nicht erlaubt. Kein Ball darf straffrei wiederholt werden.

Nicht regelkonform
Ein Mulligan ist bei offiziellen Spielen und vorgabewirksamen Runden verboten. Wer ihn trotzdem einsetzt, riskiert die Disqualifikation.
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Wann ist ein Mulligan erlaubt?

Nur in privaten Runden unter Freunden oder Geschäftspartnern – und auch dann nur, wenn es vor dem Spiel ausdrücklich vereinbart wurde. Wie oft ein Mulligan eingesetzt werden darf, ob nur am ersten Loch oder auf der gesamten Runde, ob nur beim Abschlag oder auch bei anderen Schlägen: All das ist Vereinbarungssache und wird je nach Gruppe sehr unterschiedlich gehandhabt.

Absprache vor dem Spiel
Wer einen Mulligan spielen möchte, sollte das vor dem ersten Abschlag mit allen Mitspielern absprechen. Nachträglich eingefordert sorgt er schnell für schlechte Stimmung.

Woher kommt der Name Mulligan?

Die plausibelste Erklärung liefert die United States Golf Association (USGA): Ein kanadischer Golfer namens David Mulligan soll nach einem besonders misslungenen Abschlag am Tee derart außer sich gewesen sein, dass seine Mitspieler ihm kurzerhand einen zweiten Versuch gestatteten – ohne Strafe, ohne Diskussion.

Mulligan war damals Manager eines Hotels in New York und Stammgast im renommierten »Winged Foot Golf Club«. Was dort an jenem Tag als kollegiale Geste begann, wurde von ihm in den Klub getragen – und verbreitete sich von dort aus in der gesamten Golfszene. Schon bald war »Mulligan« ein fester Begriff.

Nicht verbürgt, aber plausibel
Die genaue Herkunft des Begriffs ist nicht eindeutig belegt. Neben David Mulligan werden in manchen Quellen noch andere Ursprungsgeschichten genannt. Die USGA-Version gilt aber als die am häufigsten zitierte.

Mulligan im Alltag: So wird er gespielt

In der Praxis ist der Mulligan fast ausschließlich auf den ersten Abschlag der Runde beschränkt – nach dem Motto: einmal Anlaufschwierigkeiten sind menschlich. Manche Gruppen erlauben einen Mulligan pro Spieler und Runde, andere nur an bestimmten Löchern, wieder andere verzichten ganz darauf.

Eines gilt immer: Ein Mulligan ändert nichts an der Grundregel, dass der bessere Spieler dem schlechteren entgegenkommt – er ist Ausdruck von Entspanntheit, nicht von Beliebigkeit.

Hast Du in Deiner Runde schon mal über einen Mulligan diskutiert – oder hält Deine Gruppe eisern an den Regeln fest? Schreib es in die Kommentare.

Text: CSP
Christophe

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Christophe hat GOLFSTUN.DE ins Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.
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