Golfspiel und Golfregeln

Luftschlag

Als Luftschlag wird im Golfsport ein regulärer Schlag zum Ball genannt, der ihn aber nicht getroffen hat, so dass der Ball sich durch den Schlag nicht einmal bewegt hat. Dieser Schlag zählt als regulärer Schlag und muss als solcher gezählt werden. Der Luftschlag muss vom sogenannten Probeschwung unterschieden werden, der in sicherer Entfernung vom Ball z. B. an eine besondere Geländeneigung gewöhnen soll oder einfach zur Schlagroutine des Spielers gehört. Dieser Probeschwung – als solcher deutlich zu erkennen – ist straffrei und wird auch nicht als Schlag gezählt.

Wenn der Luftschlag am Abschlag passiert, muss beachtet werden, dass der Ball dann als „im Spiel“ betrachtet wird.

Hoffentlich kein Luftschwung © Andreas Haertle - Fotolia.com

Hoffentlich kein Luftschwung © Andreas Haertle – Fotolia.com

Der Luftschlag am Abschlag

Wenn ein aufgeteeter Ball am Abschlag während des Ansprechens aus Versehen vom Tee gestoßen wird, darf er nach Regel 11-3 straffrei wieder auf das Tee zurückgelegt werden, weil er als (noch) „nicht im Spiel befindlich“ gilt. Deutlich anders sieht die Sache aus, wenn ein Luftschlag produziert wurde, der den Ball zum „Ball im Spiel befindlich“ verwandelt hat, obwohl er ihn überhaupt nicht berührt, geschweige denn getroffen hat.

Wenn der Spieler den Ball jetzt erneut anspricht und ihn aus Versehen vom Tee stößt, gilt nicht die Regel 11-3, nach der er den Ball straffrei wieder aufteen darf, sondern die Regel 18-2b, die besagt, dass der „Ball in Ruhe“ vom Spieler bewegt wurde und unter Zuziehung eines Strafschlages wieder an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden muss. Es ist in diesem Fall regelkonform, den Ball wieder auf das Tee zurückzulegen, allerdings darf das Tee dabei nicht verändert, also tiefer, höher oder an eine andere Stelle gesteckt werden. Dass dabei ein Strafschlag kassiert wurde, bedeutet, dass der Spieler nach anfänglichem Luftschlag und Herabstoßen des Balles vom Tee beim Ansprechen jetzt bereits seinen dritten Schlag ausführt!

Wenn der Spieler den Ball nicht auf das Tee zurück gelegt hätte, sondern ihn von seiner neuen Position vom Boden aus gespielt hätte, wäre die Sache noch schlimmer, denn er hätte den Ball dann „vom falschen Ort“ gespielt und müsste in einem Zählspiel 2 Strafschläge (in einem Lochspiel Lochverlust) nach Regel 20-7 kassieren und das Loch mit dem vom falschen Ort gespielten Ball zu Ende spielen.


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