Golfclub und Golfplatz

Links-Kurs

Im Golf können Plätze ihrer Anlage nach in bestimmte Kategorien eingeordnet werden. Eine dieser Kategorien sind die sogenannten Links: Diese Kurse zeichnen sich durch ein besonders flaches Profil aus und liegen an der Küste

Old Course St. Andrews © Luca Cortese - Fotolia.com

Old Course St. Andrews © Luca Cortese – Fotolia.com

Links-Kurse nehmen im Golf eine besondere Stellung ein

Links-Kurse (bzw. ein Links Course) unterscheiden sich nicht nur von ihrer Bespielbarkeit deutlich von anderen Golfkursen, sondern auch in historischer Hinsicht. Hierbei handelt es sich um die ersten Formen von Golflätzen überhaupt, wie sie in Großbritannien seit jeher gespielt wurden. Der Links-Kurs bringt damit viele Eigenschaften mit, wie sie in der britischen Landschaft an den Küsten vorzufinden sind: Das Gelände ist insgesamt sehr flach und von Dünen durchzogen, das Wasser im Hintergrund ist stets gegenwertig und die Küstenlage bringt erhebliche Winde auf dem Golfplatz mit sich. Hier wurden die ersten wichtigen Majors wie die British Open ausgetragen und auch heute noch stellen die Kurse an die Golfspieler besondere Anforderungen, wie sie auf keiner anderen Kursart gegeben sind.

Golfer müssen ihr Spiel den Links-Kursen sehr sorgfältig anpassen

Die Links-Kurse haben im Golf auch deshalb eine so große Bedeutung erlangt, da sie deutlich anders gespielt werden müssen als alle anderen Kurse. Viele Spieler, die nicht in Großbritannien hinsichtlich des Golfsports aufgewachsen sind, benötigen häufig Jahre, um einen Links-Kurs wirklich gut spielen zu können. Eine besondere Schwierigkeit stellt hier der Wind dar: Aufgrund der Küstennähe sind windstille Tage kaum anzutreffen, bei schwierigen Witterungsbedingungen kann der Wind sogar ein dominierender Faktor werden. Aus diesem Grund müssen die Spieler häufig nicht nur ihren Schwung, sondern auch ihre Ausrüstung umstellen, um einen hohen Ballflug möglichst zu vermeiden. Hohe Bälle würden auf einem Links-Kurs bedeuten, dass die Schläge grundsätzlich dem Wind ausgesetzt wären, wodurch sowohl die Abschläge als auch die Annäherungen immens erschwert würden. Vorzuziehen ist hier hingegen ein möglichst flacher Schlag, der sich in den Wind hineinbohrt und nicht so stark abgelenkt wird. Diese Umstellung fällt gerade solchen Spielern schwer, die die extrem schnellen Grüns auf amerikanischen Plätzen gewohnt sind, die in der Regel sehr hoch angespielt werden müssen, um den Ball zum Halten bringen zu können.

Ein weiterer erschwerender Faktor auf Links-Kursen sind die häufig auftretenden Topfbunker. Diese sind bei Golfern gefürchtet gerade dann, wenn der Ball weit in den Bunker hineinläuft und vor der steilen Wand liegenbleibt. Ein Hinausspielen in Richtung der Fahne ist hier in vielen Fällen kaum mehr möglich. Ebenfalls gefürchtet ist das Rough, das gerade in Form von Ginster äußerst schwer zu spielen ist und einen weit zu schlagenden Ball unmöglich macht.

Links-Plätze weisen einen charakteristischen Verlauf der Löcher auf

Ein echter Links-Kurs kann auf den ersten Blick an der Anordnung der Löcher erkannt werden. Diese Anordnung wird im Golf auch als Routing bezeichnet und sieht auf Links-Kursen vor, dass die ersten neun Löcher an der Küste verlaufen (engl. out) und die letzten neun Löcher im Landesinneren (engl. in). Ein solches Routing bringt es mit sich, dass der Wind häufig auf den ersten neuen Löchern aus einer anderen Richtung und mit einer anderen Stärke weht als auf den zweiten neun Löchern. Golfer müssen diese Aspekte während ihrer Runde auf einem Links-Kurs berücksichtigen.


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