GOLFSTUNDE

Golf-Cart

Bei einem Golf-Cart oder auch Golfmobil handelt es sich im Allgemeinen um ein kleines Fahrzeug mit Elektro- oder auch Benzinmotor, das den schnellen Transport zweier Golfspieler ermöglicht. Golf-Carts sind in unterschiedlichen Größen und Ausgaben erhältlich. Für den Spielgebrauch handelt es sich hierbei vorwiegend um Zweisitzer, da auf der Ladefläche nicht genügend Platz für mehr als zwei Golftaschen vorgesehen ist. Ebenso existieren jedoch auch größere Golf-Carts ohne Gepäckfläche. So verfügt nahezu jeder Golfclub beispielsweise auch über ein Club-Car, welches bis zu sechs Plätze bietet. Gedacht ist diese Sonderausgabe des Golf-Carts vor allem für die Turnierleitung oder Menschen mit Behinderungen, die als Zuschauer an Turnieren teilnehmen möchten.

In geschlossenen (Wohn-)Anlagen wird das Golfmobil zudem häufig als vollwertiges Auto betrachtet und dementsprechend für den alltäglichen Gebrauch genutzt. Dennoch ist der Gebrauch im allgemeinen Straßenverkehr nicht gestattet. Lediglich durch die Aufrüstung angepasster Beleuchtung sowie eine Kennzeichenhalterung und diverse Sicherheitsmaßnahmen kann das Fahrzeug durch die Straßenzulassung anerkannt werden.

Geschichte der Golfmobils

golf carts 300x200 300x200 - Golf-Cart

Golf-Cart © mario beauregard - Fotolia.com

Das erste Mal wurde ein motorisiertes Golfmobil in Los Angeles im Jahr 1932 gesichtet. Hierbei handelte es sich zunächst um ein dreirädriges Mobil, das Senioren für den Lebensmitteleinkauf zur Verfügung gestellt wurde. Produziert und entwickelt wurde es in Texas/Arkansas. Aufgrund mangelnder Nachfrage zur damaligen Zeit wurde die Produktion jedoch schnell wieder eingestellt.

Zwischen den 1930er und 1950er Jahren wurden vor allem für Menschen mit körperlicher Behinderung Golf-Carts hergestellt, um auch weitreichende Distanzen zurücklegen zu können, ohne hierfür ein reguläres Auto zu nutzen. Unter den Golfern fand das Golfmobil erst Mitte der 1950er Anklang und Nutzen. Merle Williams erfand das erste elektrobetriebene Golf-Cart, das bereits 1951 in Produktion ging. In den nachfolgenden Jahren schlossen sich verschiedene Firmen wie beispielsweise Harley Davidson der auch Yamaha dem Vorhaben an und gründeten ihre eigene Produktionsstätten.

Ausstattung eines regulären Golfwagens

Die Golfmobile sind häufig überdacht und mit einem Elektromotor ausgestattet. Um die Golfausrüstung sicher und gut erreichbar im Golf-Cart zu verstauen, besteht im Heckbereich des Fahrzeugs eine Ablagefläche. Hier werden die Golftaschen vertikal mit Hilfe eines Gurtes verstaut. Das Golfmobil erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h und darf gegen Vorlage eines normalen Führerscheins oder auch einer Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge mit einer Geschwindigkeitsgrenze von unter 45 km/h genutzt werden. Durch den Automatikbetrieb verfügt der Golfwagen über keine Gangschaltung und lediglich eine Bremse, ein Gaspedal, eine Handbremse und eine Hupe. Darüber hinaus verfügen nahezu alle Golfcarts über Licht und Blinker.

Nutzungsweise auf dem Golfplatz

Mittlerweile können bundesweit auf allen Golfplätzen Golfmobile genutzt werden. Üblicherweise werden sie vom Club bereitgestellt und können gegen eine geringe Gebühr für 18-Loch- oder auch 9-Loch-Spiele gebucht werden. Für die Nutzung des Golfmobils auf dem Platz gelten gesonderte Bedingungen: So dürfen beispielsweise Golfwagen nicht durch Bunkerflächen, Wasserhindernisse oder empfindliche Platzbereiche, wie beispielsweise das Green, gefahren werden. Eigens für das Fahrzeug befinden sich daher auf dem gesamten Platz kleine Wegweiser, gesonderte Straßen und Hinweise.

Sonderausgaben des Golfmobils

Mit der Ausgestaltung landwirtschaftlich anspruchsvoller Golfplätze stiegen auch die Herausforderungen an die Golf-Carts. Zweifelsohne können die Fahrzeuge nicht alle Bereiche, in denen ein Ball liegen bleiben kann, auch erreichen. Dennoch sollten sie vor allem auf hügeligen und sandigen Anlagen eine sichere Fahrweise ermöglichen, so dass Sonderausgaben entworfen wurden. In den vergangenen Jahren konnten beispielsweise sogenannte „Extreme Off-Road Golf-Carts“ produziert werden. Sie verfügen über besonders profilstarke Reifen und eine stabile Achse, die vor allem für uneinschätzbare Bodenflächen entwickelt wurden. Ebenso setzten immer mehr Hersteller auf die Produktion von solarbetriebenen Fahrzeugen. Hierfür befinden sich auf der Dachfläche Solarplatten, so dass während des Spiels Energie nicht nur genutzt, sondern auch erzeugt werden kann.

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Christophe hat GOLFSTUN.DE in's Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.
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