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GOLFSTUNDE

Als freiwilliger Helfer den Tour-Pros über die Schulter schauen

Christophe
Über den Autor
Christophe hat GOLFSTUN.DE in's Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.

Yves Heye hat bereits im Alter von 13 Jahren das Golf-Fieber gepackt. Seitdem dreht der begeisterte Amateur-Golfer regelmäßig seine Runden - hin und wieder sogar mit PGA-Profis ... dann allerdings als freiwilliger Helfer. Yves erzählt, wie man sich als Helfer bewerben kann und was er auf den Runden mit den Pros erlebt hat.

Yves Heye, Amateur-Golfer

Yves Heye (Jahrgang 1976) stammt aus Hamburg und spielt seit 1989 Golf, nachdem er im Alter von 13 Jahren seinen ersten Golfschläger samt Trainerstunde von seinen Eltern geschenkt bekommen hat.

Sein Heimatclub ist der GC Großensee, für den Yves etwa 10 Jahre in der Mannschaft gespielt und somit einige Plätze im Norden Deutschlands kennengelernt hat.

Als Feuerwehrmann hat es Yves 2011 beruflich in die Vereinigten Arabischen Emirate verschlagen, in denen er sich pudelwohl fühlt und unter anderem die Golfplätze des Landes genießt.

Regelmäßig ist Yves auf der PGA-Tour als freiwilliger Helfer anzutreffen.

Yves Heye als freiwilliger Helfer

Yves Heye als freiwilliger Helfer

Wie viel Deiner Freizeit verbringst du mit Golf?

Ich versuche mindestens einmal pro Woche auf die Range und auf den Par-3-Platz zu kommen. Da ich im Schichtbetrieb arbeite habe ich meistens auch die Zeit dazu. Allerdings wird es im Sommer in den Emiraten schon sehr warm und man überlegt es sich manchmal schon ob man wirklich für ein paar Stunden in die Hitze will. Da hier die Greenfees recht teuer und die Mitgliedschaften noch teurer sind komme ich leider vor allem im Winter (Hochsaison) nicht so oft auf den Platz wie ich es mir manchmal wünschen würde.

Hast Du gezählt, auf wie vielen Plätzen du schon gespielt hast?

Nein, das habe ich nicht. Das dürften aber auch nicht so sehr viele Plätze gewesen. Ich würde schätzen, dass ich auf circa 50 Plätzen gespielt habe.

Welcher Platz ist Dein Favorit? Hast Du überhaupt einen?

Ich habe im Moment eigentlich drei Favoriten. Einer ist der Platz des Dubai Creek Golf & Yacht Club. Der ist anspruchsvoll, aber nicht unfair, sehr schön gelegen und macht unheimlich viel Spaß.

Dann darf der Majlis Course des Emirates GC nicht fehlen. Auf diesem Platz werden die Omega Dubai Desert Classic bei den Herren und die Omega Dubai Ladies Masters bei den Damen ausgetragen. Direkt nach dem Turnier kann man den Platz spielen, aber er ist dann für Amateure kaum zu meistern. Dafür er ist sehr schön und eine große Herausforderung.

Der dritte im Bunde ist der Jumeirah Golf Estates Earth Course. Der Platz ist eine Augenweide mit dem 18. Loch als krönendem Abschluss. Allerdings ist er auch sehr anspruchsvoll. Hier zu spielen bedeutet auch auf den Spuren von Europas besten Golfern zu wandeln, die hier das Finale der European Tour ausspielen, die DP World Tour Championship.

Du hast auch schon Runden mit Tour-Profis gedreht. Wie kam es dazu?

Ich habe schon früher für ein paar Jahre in Deutschland bei einem Turnier als freiwilliger Helfer Erfahrungen bei Profi-Turnieren sammeln können und ich fand es immer faszinierend den Pros zuzusehen.

Nachdem ich mal als Zuschauer beim Finale der European Tour war hatte ich Blut geleckt. Als ich dann auch noch in den regionalen Golfzeitschriften gelesen hatte, dass für eben dieses Turnier in der vergangenen Saison noch Freiwillige als Marshalls gesucht wurden habe ich mich per Mail beworben. Außerdem habe ich mich weiter umgesehen und bin am Ende bei fünf Turnieren der verschiedenen Touren im Zeitraum von November bis Januar als Helfer im Einsatz gewesen. Die Informationen findet man zum Beispiel auf den Internetseiten der Turniere (z.B. https://dubaidesertclassic.com).

Die Einsatzbereiche als Helfer sind unterschiedlich, so kann man als sogenannter running Marshall einen Flight über die Runde begleiten oder man ist an den verschiedensten Stellen auf dem Platz stationär eingesetzt. Von Seiten der Organisatoren ist man bestrebt wechselnde Positionen zu vergeben, damit niemand nur vier Tage lang an einer Position steht.

Ich war meistens als Marshall einem Flight zugeteilt, teilweise als Spotter (Fore-Caddie). So hatte ich die Gelegenheit Spieler eine ganze Runde lang zu beobachten. Außerdem war ich auch als Scorer auf dem Platz, dafür zuständig die Ergebnisse nach jedem Loch an das Scoring Office zu melden.

Die stationären Positionen sind im Allgemeinen weniger beliebt, wobei auch die interessant sein können. Ich hatte bei der Dubai Ladies Masters die Aufgabe bei einem Par 5 Dogleg den Verkehr zu regeln und mit roter und grüner Flagge den Spielerinnen am Abschlag anzuzeigen, ob die Bahn frei ist. Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Spielerinnen an die Bahn herangegangen sind.

Yves (mitte) und Sergio Garcia

Yves (mitte) und Sergio Garcia

Welche Pros hast Du bereits begleitet?

Da die Turniere hier in der Region bei den Profis recht beliebt sind (und zu dieser Jahreszeit natürlich das Wetter sehr angenehm ist) kann man hier die Elite nicht nur des europäischen Golfsports sehen. Und beim Saisonfinale, der DP World Tour Championship, versammelt sich natürlich Europas Golf-Elite.

Ich hatte das Vergnügen unter anderem folgende Spieler zu begleiten:
Bernd Wiesberger, Stephen Gallagher, Andy Sullivan, Martin Kaymer, Lee Westwood, Sergio Garcia, Gary Stal, Rickie Fowler, Justin Rose, Rory McIlroy, Louis Oosthuisen, Tommy Fleetwood, Niclas Fasth, Darren Clarke, Miguel Angel Jiménez, Victor Dubuisson.

Was konntest Du aus deinen Eindrücken in Dein eigenes Spiel einbringen?

Ganz wichtig war (mal wieder) die Erkenntnis, dass auch die Pros Fehler machen. Allerdings können die sich aus den meisten Lagen immer wieder sehr gut befreien. Und so manches Mal habe ich mich schon gefragt, was die Pros wohl alles üben um für alle Fälle bereit zu sein.

Aber am interessantesten finde ich immer wieder, wie viele Faktoren in die Schlagvorbereitung mit einbezogen werden und wie genau der Schlag z.B. zum Grün geplant wird. Ob er hinter oder vor die Fahne und mit viel oder wenig Spin gespielt wird und so weiter.

Vieles davon ist für einen Amateur gar nicht umsetzbar, aber ich habe zum Beispiel Details meiner Preshot-Routine umgestellt und mir auch Kleinigkeiten beim Spiel auf den Grüns abgeschaut.

Welches Erlebnis ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Bei den Runden mit den Pros ist mir vor allem eine Runde mir Niclas Fasth und Miguel Angel Jiménez in Erinnerung geblieben, wenn die eigentlich auch wenig spektakulär war. Bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship war ich als Spotter (Forecaddie) eingesetzt und so dafür zuständig eventuell neben dem Fairway landende Bälle zu finden.

Leider haben sowohl Miguel als auch Niclas einige Fairways zum Teil deutlich verfehlt und so kannte vor allem Niclas mich nach der Runde besser als ihm lieb gewesen sein mag. Wir haben uns nach der Runde verabschiedet wie unter Spielern üblich und beide haben sich noch bei mir bedankt und mir einen signierten Handschuh geschenkt. Nichts wirklich Aufregendes aber diese Runde ist mir als eine der schönsten im Gedächtnis geblieben.

Im Vorfeld der Turniere kann man in Dubai auch immer mal einige Pros beim Training treffen. So habe ich Rory McIlroy zweimal bei getroffen, als ich selber eine Trainerstunde hatte. Er hatte seine ruhige Ecke auf der Range und hat mit seinem Caddie zusammen trainiert. Hier kann man die Jungs auch mal ansprechen, weil sie natürlich viel entspannter sind als in der Turnierwoche.

Suchbild: Yves auf dem Siegerfoto mit Rory McIlroy

Suchbild: Yves auf dem Siegerfoto mit Rory McIlroy

Was ist Dein aktuelles Ziel in Sachen Golf?

Mein aktuelles Ziel ist, wieder an meine alte Form anzuknüpfen. Vor fünf oder sechs Jahren hatte ich aus irgendeinem Grund einen Bruch im Spiel und versuche seitdem mein Schwunggefühl wieder zu finden.

Inzwischen sieht es so aus, als wäre ich auf einem guten Weg und die Ergebnisse werden besser und das Spiel wieder konstanter. Ich hoffe im Sommer wieder in alter Form zu sein.

Zum Glück gibt es hier sehr gute Golfschulen, bei denen man auch mal Pros beim Training beobachten kann. So habe ich schon zwei Mal Rory McIlroy auf der Range getroffen. Das ist immer wieder ein Erlebnis und es macht Spaß ihm beim lockeren Training zuzusehen.

Allerdings wird diese Spielstärke immer unerreichbar bleiben, das ist aber kein Problem für mich. Ich sehe mir die Jungs dann wieder beim nächsten Turnier an.

GOLFSTUN.DE dankt für das Gespräch!

Christophe

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