Callaway

Callaway

Callaway ist einer der weltweit größten Hersteller von Golfausrüstung. Das Unternehmen aus den USA produziert neben Golfschlägern und Bällen auch Zubehör wie Taschen und vieles anderes mehr, zudem ist mit Odyssey eine eigene Marke für Putter vorhanden. Callaway ist neben Acushnet und TaylorMade das umsatzstärkste Unternehmen in der Branche der Golfausrüster.

Bekannte Callaway-Produktserien

XR und XR Pro
Big Bertha
Mack Daddy
Apex
Legacy
Edge

Produkte von Callaway

Callaway Golfbälle
Callaway Golfhandtücher
Callaway Golfbags
Callaway Golfhandschuhe
Callaway Golfschlägersätze
Callaway Driver
Callaway Fairwayhölzer
Callaway Wedges
Callaway Eisen Golfschläger
Callaway Pitchgabeln
Callaway Golf-Caps
Callaway Hybrid Golfschläger
Callaway Putter
Callaway Trainingshilfen
Callaway Golfhosen
Callaway Golf-Polos
Callaway Golfschuhe
Callaway Schlägerhauben
Callaway Golfschirme
Callaway Ballangeln
Callaway Golfjacken
Callaway Sweatshirts


Callaway – Eine der großen Erfolgsgeschichten im Golf

Das im Jahr 1982 gegründete Callaway ist heute ein Unternehmen mit jährlichen Umsätzen von etwa einer Mrd. US-Dollar (Stand: 2009) und besitzt mit Tochterfirmen wie Odyssey, Ben Hogan und Top-Flite eine sehr breite Aufstellung in der Herstellung von Golfausrüstung jeder Art. Über 3.000 Mitarbeiter in Carlsbad, Kalifornien sind heute an diesem Erfolg beteiligt und haben dazu beigetragen, dass Callaway eine Marke mit immens hohem Wiedererkennungswert ist. Dabei ist Callaway eines jener Unternehmen in der Branche der Golfausrüster, das relativ spät in den Wettbewerb gestartet ist. Während andere Branchengrößen wie Acushnet oder Mizuno bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihre Firmengeschichte beginnen und Anfang der 1980er Jahre bereits reife und gewachsene Unternehmen sind, ist Callaway noch in der Gründung begriffen. Der Gründer Ely Callaway Jr. ist jedoch kein Neuling in der Geschäftswelt, sondern der gestandene ehemalige Präsident von Burlington und verfügt daher bereits über einen reichen Erfahrungsschatz in der Führung eines Unternehmens. Bereits zu seinen beruflichen Zeiten in der Textilindustrie ist Ely Callaway ein leidenschaftlicher Golfer, der vornehmlich mit Schlägern des Herstellers Hickory Sticks spielt. Das Unternehmen fertigt damals Schläger mit sogenannten Hickory-Schäften, die noch aus Holz gefertigt waren und gerät Anfang der 80er in finanzielle Schwierigkeiten. Auf der Suche nach externen Investoren wird auch zu Callaway eine Verbindung hergestellt, der sich von der Idee schnell begeistern lässt: Er stellt dem Unternehmen 9 Mio. US-Dollar zur Verfügung aus dem Verkauf seines Weinguts. 1982 intensiviert Callaway dann sein Engagement und kauft die Hälfte der Anteile an Hickory Sticks und es erfolgt eine erste Umbenennung in Callaway Hickory Sticks. Der Umzug des Unternehmens nach Carlsbad erfolgt im Jahr 1983, in dem Callaway auch Präsident des Unternehmens wird, bevor er im Jahr 1984 für 400.000 US-Dollar die restlichen Anteile an dem Unternehmen ebenfalls kauft. Die Anfänge des Unternehmens sind jedoch bescheiden und Ely Callaway ist gezwungen, die Golfschläger aus seinem Cadillac heraus an die Kunden zu verkaufen.

Schnelles Wachstum ab Mitte der 1980er Jahre

Mit der Anstellung von Bruce Parker und anderen Mitarbeitern im Vertrieb schafft Callaway es schnell, seine Umsätze zu steigern. Parker soll später für die Generierung von Umsätzen in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar verantwortlich zeichnen, das Unternehmen gerät schnell auf einen rasanten Wachstumskurs und Callaway-Produkte werden auch auf der Tour gespielt. 1988 erhält das Unternehmen den heutigen Namen, wichtiger sind jedoch die Veränderungen des Jahres 1986: Mit der Verpflichtung des Billard-Queue-Designers Richard C. Helmstetter wird nämlich der Grundstein gelegt für die Produktion innovativer Golfschläger.

Das Unternehmen schafft unter seiner Leitung zum Beispiel Maschinen an, die durch den Einsatz von Computern eine hohe Qualitätskontrolle ermöglichen. Gemeinsam mit Glenn Schmidt erdenkt Helmstetter jedoch vor allem die erste Version des später zu großer Berühmtheit gelangenden Big-Bertha-Drivers, der auch heute noch auf dem Markt eine feste Größe ist. Das Besondere an diesen neuen Schlägern ist vor allem die Größe des Kopfes: Während große Hölzer heute eine Selbstverständlichkeit sind, waren in den 1980er Jahren und davor solche große Schläger noch nicht bekannt. Callaway trieb also als einer der ersten Hersteller diese Entwicklung voran, bei der die Kopfgröße gerade der Driver stetig wuchs.

Zu Beginn handelt es sich hierbei um Schläger mit 190 cc, Ende der 1990er Jahre werden knapp 300 cc erreicht. Moderne Schläger wie der Big Bertha Alpha erreichen heute sogar 460 cc. Weitere wichtige Schritte sind in der Entwicklung von eigenen Wedges im Jahr 1996 zu sehen sowie der Entwicklung eigener Golfbälle. Um bei der Fertigung von Wedges mit den starken Wettbewerbern konkurrieren zu können, wird der Schläger-Designer Roger Cleveland unter Vertrag genommen. Modifizierte U-Grooves und die Verwendung von Karbon-Stahl tragen dazu bei, einen konkurrenzfähigen Schläger anbieten zu können. Besonders aufwendig war jedoch die Entwicklung eines eigenen Golfballes. Hierfür ist der ehemalige Geschäftsführer von TaylorMade angestellt worden, Chuck Yash. Drei Jahre sollte der Entwicklungsprozess eines eigenen Golfballes dauern, da Callaway sich im Klaren darüber war, dass man gegenüber der Konkurrenz nur mit einem Spitzenprodukt würde bestehen können; der Markt wird damals vor allem von Unternehmen wie Titleist dominiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten verschlingen 170 Mio. US-Dollar und es muss eine neue Fertigungsstätte auf 20.900 m2 errichtet werden.

Die Entwicklung des Balles hat zu dieser Zeit oberste Priorität und macht einen immensen Ressourceneinsatz notwendig. Im Zuge dieser Entwicklung werden über 300 verschiedene Dimple-Muster erprobt hinsichtlich des Flugverhaltens des Balles. Statt sich auf die Intuition der Entwickler zu verlassen, handelt es sich bei der Erforschung eines neuen Balles also um ein mit wissenschaftlichen Methoden betriebenes Projekt.

Ein weiterer wichtiger Schritt für das Unternehmen ist dann der Kauf von Odyssey im Jahr 1997. Callaway bietet bereits das ganze Spektrum an Golfausrüstung an, lediglich bei den Puttern fehlen einem noch die passenden Schlagkräftigen Produkte: Mit dem Kauf des Putter-Spezialisten Odyssey wird das Portfolio daher vervollständigt. Die Unternehmensentwicklung in den 2000er Jahren ist dann vor allem durch rege Sponsoringtätigkeiten geprägt. So kann zum Beispiel die überaus erfolgreiche Golferin Annika Sorenstam 2003 unter Vertrag genommen werden.

Überblick über wichtige Produkte von Callaway

Callaway bietet sowohl weniger erfahreneren Spielern als auch Profis heute vom Driver über die Eisen und Wedges bis hin zum Putter alle Schläger, die sie für ein erfolgreiches Spiel benötigten. Dazu gehört zum Beispiel der Driver Big Bertha, der nach langer Zeit in einer Neuauflage erschienen ist. Mit einem verstellbaren Gewicht und der Möglichkeit der Anpassung des Lofts bietet der Driver nicht nur einen fehlerverzeihenden großen Kopf, sondern auch eine große Variabilität. Bei den Eisen sind Schläger wie der Apex oder der Apex Pro zu erwähnen, die als geschmiedete Eisen mit schmalem Profil den Wünschen guter Spieler entgegenkommen. Eisen wie die X2 Hot wiederum geben auch Hobbygolfern und Amateuren die Möglichkeit, mit ihren Schlägen größere Weiten zu erzielen. Erwähnenswert sind zudem die Mack Daddy Wedges, die sich durch eine hohe Spinentwicklung und einen guten Bodenkontakt auszeichnen.